Kurz gesagt: Emmanuel und Brigitte Macron werden einen offiziellen Besuch in Japan vom 31. März bis 2. April 2026 und dann in Südkorea am 2. und 3. April durchführen. In Japan wird der französische Präsident die Premierministerin Sanae Takaichi treffen und eine Audienz bei Kaiser Naruhito und Kaiserin Masako haben. Diese Reise wurde am Freitag, den 13. März 2026, gleichzeitig von Tokio und Seoul angekündigt.
Fast 10.000 Kilometer von Paris entfernt bereiten sich Emmanuel und Brigitte Macron auf eine neue bedeutende diplomatische Sequenz vor. Diese asiatische Tour Ende März – der erste Staatsbesuch Frankreichs in Japan seit mehreren Jahren – kombiniert geopolitische Fragen, bilaterale Zusammenarbeit und kaiserliches Protokoll. Rückblick auf diese mit Spannung erwartete Reise.
Die letzte Audienz, die dem kaiserlichen Paar aus Japan vom französischen Präsidentenpaar gewährt wurde, datiert aus Juni 2019 in Tokio im Rahmen des G20 in Osaka.
Ein Programm in zwei Etappen: Japan und dann Südkorea
Die asiatische Reise von Emmanuel Macron erfolgt in zwei getrennten Phasen, die am 13. März 2026 gleichzeitig von den jeweiligen Hauptstädten angekündigt wurden.
| Termine | Land | Wichtigste Termine |
|---|---|---|
| 31. März – 2. April 2026 | 🇯🇵 Japan | Treffen mit PM Sanae Takaichi, kaiserliche Audienz mit Naruhito und Masako, Arbeitsessen |
| 2. – 3. April 2026 | 🇰🇷 Südkorea | Treffen mit südkoreanischen Institutionen |
In Japan: Sanae Takaichi und ein Arbeitsessen
In Tokio wird Emmanuel Macron von der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi erwartet. Laut dem Sprecher der japanischen Regierung, Minoru Kihara, werden sich die beiden Führer vor einem Arbeitsessen unterhalten. Das erklärte Ziel: „Die Freundschafts- und Kooperationsbeziehungen zwischen den beiden Ländern weiter zu vertiefen“.
Dieses Treffen findet in einem geopolitisch angespannten Kontext statt, in dem die indo-pazifischen Partnerschaften für Frankreich, eine maritime Macht, die in der Region über ihre Überseegebiete präsent ist, eine zunehmende Bedeutung gewinnen.
Die kaiserliche Audienz: Naruhito und Masako empfangen die Macrons
Der Höhepunkt des Protokolls während dieses japanischen Aufenthalts wird die Audienz von Kaiser Naruhito und Kaiserin Masako für das französische Präsidentenpaar sein. Diese kaiserlichen Audienzen – selten und stark reglementiert – stellen traditionell einen der symbolischsten Momente eines Staatsbesuchs in Japan dar. Sie unterstreichen die Bedeutung, die Tokio seinen Beziehungen zum empfangenden Land beimisst.
Naruhito trat am 1. Mai 2019 den Chrysanthemen-Thron an und folgte seinem Vater Akihito. Seine Frau Masako, von Beruf Diplomatin, wird in internationalen Kreisen besonders für ihre Sprachkenntnisse und ihr Gespür für globale Herausforderungen geschätzt.
Brigitte Macron in Japan: eine gefürchtete Reise
Diese Reise stellt auch eine persönliche Herausforderung für die First Lady dar. Brigitte Macron leidet unter Aerodromophobie – einer intensiven Angst vor dem Fliegen. Ein Flug von Paris nach Tokio dauert über 11 Stunden, was diese Reise zu einer der belastendsten für sie macht. Laut dem Journalisten François-Xavier Bourmaud in seinem Werk Die Hintergründe eines Sieges beschrieb ein Berater die Situation so:
„Sie folgt ihm fast bei all seinen Wahlkampfreisen. Nur im Ausland ist sie selten zu sehen. Neben ihr im Flugzeug zu reisen, bedeutet, mit einer zerdrückten Hand anzukommen.“
Trotz dieser Befürchtungen begleitet Brigitte Macron regelmäßig den Präsidenten bei den symbolischsten Staatsbesuchen, wie es 2019 in Japan der Fall war.
Warum diese Reise strategisch für Frankreich ist
Über das Protokoll hinaus dient diese asiatische Tour mehreren geopolitischen und wirtschaftlichen Zielen:
- Die französisch-japanische Partnerschaft in den Bereichen Verteidigung, zivile Kernenergie und fortschrittliche Technologien zu stärken.
- Die französische Präsenz im Indo-Pazifik zu festigen, einer Region mit zunehmenden Spannungen zwischen Großmächten.
- Die europäischen Allianzen angesichts der globalen geopolitischen Unsicherheiten von 2026 zu diversifizieren.
- Die Beziehungen zu Seoul zu stärken, einem zunehmend aktiven strategischen Partner auf der internationalen Bühne.
FAQ — Besuch von Macron in Japan und Südkorea 2026
- Wann reist Emmanuel Macron nach Japan?
- Vom 31. März bis 2. April 2026. Danach wird er am 2. und 3. April 2026 nach Südkorea reisen.
- Wer sind die Persönlichkeiten, die in Japan getroffen werden?
- Die Premierministerin Sanae Takaichi für ein Gespräch und ein Arbeitsessen sowie der Kaiser Naruhito und die Kaiserin Masako für eine offizielle Audienz.
- Begleitet Brigitte Macron ihren Mann nach Japan?
- Ja. Trotz ihrer Aerodromophobie (Angst vor dem Fliegen) wird Brigitte Macron für die Reise angekündigt, wie sie es bereits 2019 bei der vorherigen Reise nach Japan getan hat.
- Was war Macrons letzte offizielle Reise nach Japan?
- Juni 2019, im Rahmen des G20 in Osaka. Das Präsidentenpaar wurde damals im Kaiserpalast von Tokio von Kaiser Naruhito und Kaiserin Masako empfangen.
- Wer ist Sanae Takaichi?
- Sanae Takaichi ist die Premierministerin von Japan. Sie ist eine Politikerin der Liberaldemokratischen Partei (LDP) und die erste Frau, die dieses Amt in der Geschichte Japans innehat.
- Warum ist diese Reise diplomatisch wichtig?
- Sie zielt darauf ab, die strategische französisch-japanische Partnerschaft in den Bereichen Verteidigung, Energie und Technologien zu stärken sowie die französische Präsenz im Indo-Pazifik auszubauen.